Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Beginnt es zu blühen und die Temperaturen werden milder, leiden trotzdem viele Menschen unter Frühjahrsmüdigkeit. Dabei kommt es neben der Schläfrigkeit zu Abgeschlagenheit, Schwindel, Gereiztheit und Kreislaufproblemen. Davon ist sogar jeder Zweite in Deutschland betroffen. Der Körper braucht etwa vier Wochen, bis er sich an die Frühjahrstemperaturen gewöhnt hat. Für die Zwischenzeit gibt es ein paar einfache Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Frühlingsanfang und Frühjahrsmüdigkeit

Beginnt die Natur wieder zu blühen, leiden viele Menschen an Frühjahrsmüdigkeit © contour99 – Istockphoto.com

Ursachen für Frühjahrsmüdigkeit

Die Umstellung auf das warme Wetter macht dem Körper zu schaffen. Besonders wenn das Wetter launisch ist (typisches Aprilwetter z. B.) dauert diese Anpassungsphase länger. Der Körper ist in einen kleinen Winterschlaf gefallen und muss sich erst an einen neuen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Besonders der Kreislauf wetterfühliger Menschen wird mit dem ständigen Wechsel von kalt und warm belastet, bei warmen Temperaturen weiten sich zudem die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt.

Frühjahrsmüdigkeit durch Hormonumstellung

Ebenso sollen die körpereigenen Hormone Serotonin und Melatonin für die Frühjahrsmüdigkeit verantwortlich sein. Der Serotoninspiegel ist im Frühjahr oft noch sehr niedrig, während der Schlafhormonspiegel durch den dunklen Winter hoch ist. Deswegen muss der Serotoninspeicher erst mittels Sonnenlicht aufgefüllt werden, das dauert jedoch eine Weile und die Umstellung des Hormonspiegels macht dem Körper zu schaffen. Jedoch konnte noch nicht eindeutig geklärt werden was dieses Phänomen tatsächlich hervorruft, es handelt sich nur um Mutmaßungen.

Frische Luft gegen Frühjahrsmüdigkeit

Mildes Wetter sollte genutzt werden – am besten mit einem ausgiebigen Spaziergang im Freien. Selbst wenn die Müdigkeit zum Faulenzen auf dem Sofa geradezu einlädt, sollte man den „inneren Schweinehund“ überwinden, denn durch die Bewegung und vor allem durch das natürliche Licht (insbesondere Sonne) wird die Produktion des Gute-Laune-Hormons Serotonin angekurbelt. Gleichzeitig wird der Anstieg des Schlafhormons Melatonin gedrosselt. Wer jeden Tag eine Stunde läuft, wird die Müdigkeit i. d. R. besser in den Griff bekommen. Aber dabei bitte nicht die Sonnenbrille aufsetzen, denn diese blockiert einen Teil des munter machenden Tageslichtes. Zusätzlich werden durch regelmäßige Gänge in die Natur Kreislauf und Immunsystem aktiviert. Wechselduschen können am Morgen helfen auf die Sprünge zu kommen. Ebenso Kneipp’sche Anwendungen und Saunagänge trainieren die Gefäße und der Kreislauf ist dem Jahreszeitenwechsel besser gewappnet.

Ernährung

Eine gesunde Ernährung kann ebenso effektiv gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen. Viele kleine Mahlzeiten und leichte Kost sind dabei der Schlüssel zur wiederkehrenden Aktivität. Am besten eignen sich dafür vitaminreiches Obst und Gemüse – praktischer Nebeneffekt: auch der Bikini- bzw. Badehosen-Figur kommt man durch diese Ernährung immer näher. Wichtig ist es außerdem ausreichend zu trinken, am besten Wasser. Trinkt man am Tag zu wenig kann das ebenso zu Abgeschlagenheit führen und die Frühjahrsmüdigkeit verstärken.

Hilfe vom Mediziner

Zeigen die beschriebenen Tipps jedoch keine Wirkung und die Symptome halten auch über den Frühjahrsanfang hinweg an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hinter ständiger Müdigkeit und Antriebslosigkeit kann auch eine Erkrankung stecken, beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Depression.

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