Was tun gegen Warzen?

Verschiedene Typen und ihre Behandlung

Warzen gehören nicht gerade zum „Besonderen Etwas“ wie Sommersprossen oder kleine Leberflecken. Sie sind zwar nicht gefährlich und verschwinden teilweise auch von allein, aber das kann Jahre dauern. Oft wird mit eigenen Hausmitteln oder Helfern aus Apotheke und Drogerie versucht, die lästigen Unschönheiten schnell loszuwerden. Aber nicht bei jedem Warzentyp hilft das gleiche Mittel.

Infizierung

Durch kleine Verletzungen oder Risse in der Haut oder Schleimhaut können die warzenverursachenden Papillomviren in den Körper gelangen. Dort bilden sie neue Hautzellen, die verhornen und zu einer Warze werden. Eine Infizierung erfolgt leicht durch Ansteckung, vor allem barfuß im Schwimmbad, aber auch schon durch einfaches Händeschütteln. Durch Hautkontakt verläuft die Übertragung am besten. Da öfter kleinere Kratzer an Händen und Füßen vorkommen, ist die Ansteckung und das Auftreten dort besonders hoch.

Typen

Stachelwarzen

Diese, auch vulgäre Warzen, sind die am häufigsten vorkommenden und bilden sich auf Fingern oder Handrücken. Sie sind rau und verhornt. Sie schmerzen nicht, stören jedoch das Auge. Dieser Typ vermehrt sich schnell und bildet Tochterwarzen aus. Wer nicht warten will, bis sie nach zwei Jahren langsam verschwinden, kann sich Abhilfe aus der Apotheke holen. In den meisten Fällen schlagen die Warzenmittel an.

Flachwarzen

Vor allem junge Leute sind von diesem Warzentyp betroffen. Er befällt Gesicht, Hände oder auch die Unterarme. Das Aussehen ist eher unauffällig, hautfarben bis hellbraun, und diese Warzen gehen auch relativ schnell von selbst weg.

Dellwarzen

Dieser bei Kindern vorkommende Typ breitet sich ebenso schnell aus, wie er dann nach kurzer Zeit wieder abheilt. Typisch ist eine Delle in der Mitte der Warze, die sich ausdrücken lässt. Deswegen ist die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr hier sehr hoch.

Dornwarzen

Auf der Fußsohle können sich nach größerer Druckbelastung Dornwarzen bilden. Sie zeichnen sich durch einen rötlichen oder schwarzen Punkt in der Mitte, mehr noch durch ein Hornhautwall aus. Dieser Typ ist recht hartnäckig und springt oft nicht auf Eigenbehandlung an oder geht von selbst weg. Ein Arzt kann hier Abhilfe schaffen.

Pinselwarzen

Diese weißen bis rosa Warzen werden vor allem durch übermäßiges Schwitzen begünstigt und treten in höherem Alter auf.

Alterswarzen

Für diesen im Gesicht auftretenden Warzentyp ist, anders als bei den anderen, kein Virus verantwortlich. Sie entwickeln sich aus den ab 50 Jahren auftretenden Altersflecken oder stellen eine aus genetischen Gründen auftretende Verhornungsstörung dar. Auch diese Warzen sind mit den üblichen Mitteln nicht behandelbar, ein Arzt sollte außerdem prüfen, ob es sich evtl. um Hautkrebs handelt.

Feigwarzen

Bei Auftreten dieser hahnenkammartigen Warzen im Genital- oder Analbereich sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden! Unbehandelt können diese das Krebsrisiko erhöhen.

Behandlung

• vom Arzt beraten lassen, um Krebs oder andere hautverändernde Krankheiten auszuschließen und die geeignete Behandlungsmethode herauszufinden
salizyl- und milchsäurehaltige Mittel vor allem bei Stachel-, Flach- und Dornwarzen: diese Mittel weichen die Hornhaut auf, sodass sie besser abgetragen werden kann
• Kryotherapie: Vereisen mit Flüssigstickstoff vor allem bei Flachwarzen
• Laser oder Schaben bei sehr verbreitetem Auftreten
• Alterswarzen sind nicht ansteckend und müssen nicht therapiert werden
• pflanzliche Mittel wie Rizinus- oder Teebaumöl

Gesunde, schöne FüßeVorbeugung

• Badeschuhe tragen!
• wer ein starkes Immunsystem und eine gute Durchblutung hat, ist weniger anfällig für Warzen bzw. eine Ansteckung
• Finger- und Zehenzwischenräume nach Baden sorgfältig abtrocknen
Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen schützt auch gegen Feigwarzen
• trockene, spröde Haut vermeiden
• gemeinsame Benutzung von Handtüchern bei größerer Menschenmenge umgehen

Abbildung: Schöne, gesunde Füße © pixabay

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