Weisheitszähne – wenn der Achter nicht mehr in den Kiefer passt

Der Mensch hat 32 Zähne, 16 im unteren Kiefer, 16 im oberen und jeweils auf jeder Seite acht. Der achte Zahn passt jedoch bei den wenigsten Menschen in den Kiefer, weshalb dieser „Achter“ oft Schmerzen bereitet. Denn die Weisheitszähne wachsen zuletzt. Daher haben sie auch ihren Namen, denn in früheren Zeiten verband man das Alter mit Weisheit.

Weisheitszähne - Schmerzen im Kiefer
Weisheitszähne treten erst im Alter auf, sind aber kein Zeichen für Weisheit. © laflor – Istockphoto.com

Benötigen wir Weisheitszähne?

Weisheitszähne benötigt der Mensch eigentlich nicht mehr, sie haben in der heutigen Zeit keine tragende Rolle beim Kauen von Nahrung. Jedoch war vor vielen Millionen Jahren der Kiefer des Menschen wesentlich größer, so dass 32 Zähne problemlos Platz hatten. Mit der Zeit veränderte sich die Gesichtsform und der Kiefer wurde immer kleiner – bis schließlich eigentlich nur noch 30 Zähne Platz fanden. Manche Menschen haben das Glück, dass die Weisheitszähne gar nicht erst durchbrechen und ihr Leben lang im Kiefer verborgen bleiben, ohne Schmerzen zu bereiten oder sie besitzen gar keine Weisheitszähne. Bei anderen Menschen brechen die Weisheitszähne durch und können starke Beschwerden verursachen. Im schlimmsten, aber auch seltensten Fall, wachsen sogar acht Weisheitszähne. In diesen Fällen ist eine Entfernung der Weisheitszähne kaum abwendbar.

Weisheitszähne sind gesunde Zähne

Weisheitszähne sollten nicht ohne nötigen Grund entfernt werden, denn sie sind völlig gesunde Zähne, die sich nicht von den anderen Zähnen im Kiefer unterscheiden. Außerdem ist jede Operation mit Risiken, wie zum Beispiel Entzündungen und Stress für den Körper, verbunden. Denn nach dem Entfernen der Weisheitszähne hat man oft starke Schmerzen, die mit Arzneimitteln bekämpft werden müssen und kann für mindestens eine Woche nur noch Flüssignahrung zu sich nehmen. Natürlich gibt es dringende Fälle, in denen man sich die Weisheitszähne unbedingt entfernen lassen sollte.

Symptome für Weisheitszähne, die entfernt werden sollten

Weisheitszähne sollten entfernt werden, wenn schmerzhafte Symptome wie Entzündungen, Kieferklemme, Zahnverschiebungen oder Wurzelentzündungen auftreten. Denn die Weisheitszähne können so stark auf die Wurzeln umliegender Zähne drücken, dass sich diese entzünden oder sogar auflösen. Wird es im Kiefer eng und zwischen den Zahnzwischenräumen ist kein Platz mehr, ist außerdem die Chance für Karies sehr hoch. Kann man wegen den Weisheitszähnen also kaum noch Zähne putzen, ist der Gang zum Zahnarzt nötig. In besonders schlimmen Fällen bilden sich aus entzündeten Weisheitszähnen sogar Abszesse im Mund oder Zysten. Zysten bergen die Gefahr, dass der Kiefer bei kleinsten Anlässen bricht. Der Zahnarzt kann jedoch stets darüber Auskunft geben, ob die Weisheitszähne noch in den Kiefer passen und eine Operation nötig wird.

Comments are closed.